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Making Of „Aqua momentum“

 

Nach der Inspiration zur Hochgeschwindigkeits-Fotografie folgte die Idee Wassertropfen in ihrer Bewegung und ihre entsehenden Gebilde abzulichten, die ja nur für Bruchteilen von Sekunden exisitieren. Hiernach mussten wir die technische Umsetzung planen.

Unter anderem besorgten wir ein Steuergerät mit Lichtschranke aus den USA und begannen mit der Tropfgeschwindigkeit, Tropfengröße, Viskosität der Tropfflüssigkeit (Eingedickt mit Guarkernmehl), bzw. des Tropfbassins (z.B. Klarreiniger für Spülmaschinen) zu experimentieren. Die Hintergrundfarbe der Motive wird durch Filterfolien erzeugt, die auf die Soft-Box für den Blitz gelegt werden. Die Belichtung des Fotos wird durch den Blitz erzeugt, da die Verschlußzeit im Millisekunden Bereich liegt, was die handelsübliche, von uns verwendete DSLR Nikon D90 nicht zu leisten vermag, weshalb der Verschluß im „bulb“-Modus im dunklen Raum offen bleibt. Das „timing“ des fallenden Tropfens und die Auslösung der Blitze haben wir in das o.g. Steuergeät programmiert. Ein zweiter Blitz von der Seite mit einem snoot Aufsatz (engl. „Schnute“ für punktuelles Ausleuchten) sorgt für den Glanz auf den Tropfen, wie bei einem Spotlight.

Durch die Veränderung des Luftdrucks im Tropfengefäß und der Veränderung der Viskosität der Flüssigkeit im Bassin mit jedem einfallenden Tropfen verändern sich die entstehenden Skulpturen mit jedem einzelnen Mal und sind niemals reproduzierbar.

"Aqua Momentum" ist unsere Hochgeschwindigkeitsfotografie Edition.

 

Nach akribischer Recherche & Planung, folgte der Einkauf der Materialien und der Steuergerät Einheit aus den USA. Nachdem Aufbau kam das experimentieren mit den Parametern, wir haben Einfluß auf die Viskosität der Tropfenflüssigkeit (angedickt mit Guakernmehl) - und des Wasserbassins (Spülmaschinen Klarspüler) genommen, die Tropfhöhe, die Wassertiefe des Bassins. 

Weitere Parameter geben wir in das Steuergerät ein, z.B. die Grösse der Tropfen-, deren Abstand (Frequenz) und Anzahl, wir arbeiten hier im Millisekunden bereich. Zu guter Letzt wird das timing der Aufnahme bestimmt, aufgrund der extrem schnellen Belichtungszeit (im 10.000dstel Bereich einer Sekunde) - das schafft keine DSLR - belichtet der/die Blitz/e das Foto. Der Hauptblitz ist auf Objektivhöhe genau in Richtung Kamera ausgerichtet, um die Streuung des Lichts zu kontrollieren, haben wir eine Softbox für diesen Blitz gebaut. Hierauf befestigen wir (z.B. Lee) Filterfolien, in diesem Fall vier leicht unterschiedlich blaue und sechs gefrostete, daraus resultiert die Hintergrundfarbe der Motive.

Der 2.te Blitz ist mit einem Snoot bestückt perfekt um punktuelles Licht von oben(seitlich) auf die Motive zu richten, daher kommt der Glanz in die tropfen, das geht nur mit mind. einer zweiten Lichtquelle.

Das Studio ist komplett abgedunkelt, der Verschluss der Kamera ist offen (Bulb-Modus), der/die Tropfen werden ausgelöst, fallen durch die Lichtschranke und dann wird der Blitz getriggert. 

Fazit: Jede Aufnahme/Motiv ist einmalig und nicht reproduzierbar, trotz grösster Akribie bleiben niemals alle Parameter gleich, z.b. jeder Tropfen verändert die Viskosität im Bassin, jeder Tropfen verringert den Druck im Mariott´schen Gefäss, uvm.