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Unser Equipment


Wir begannen unsere fotografische Tätigkeit noch zu Analog-Zeiten und haben z.T. Noch selbst entwickelt. Da über die Jahre einige gute Objektive zusammen gekommen sind, blieben wir auch im Digitalzeitalter Nikon, u.a. mit der D90, treu. Mit dem Erscheinen von Nikons DSLR D800 mit Vollformatsensor eröffneten sich für uns in der Landschaftsfotografie ungeahnte Möglichkeiten in Sachen hochauflösender Qualität und Druck-Größe.

Langzeitbelichtungen sind nur mit Stativ und Filtern möglich. Uns hat das Wechsel-Filter System von Lee Filters überzeugt, weil das Kamera Setting nicht durch aufwendiges Auf-, und Abschrauben des Filters manipuliert wird, sondern nach Einstellen des Motivs und der Schärfe der entsprechende ND-Filter mit einem Handgriff auf dem Adapter direkt am Objektiv befestigt wird. ND bedeutet „neutral density“, also Filter ohne Farbverzerrung, die nur einen entsprechenden Bruchteil des Lichtes hindurch lassen. Wir verwenden meist einen ND 10 „Big Stopper“ mit dem 100 mm System. Hiermit sind aber auch schnelle Wechsel zu Pol-, oder Grauverlauf-Filter möglich. Sogar die Kombination mehrer Filter hintereinander sind mit den Aufsätzen möglich. Mit dem Kabelauslöser und Ersatzakku, sowie Speicherkarte passen diese Hilfsmittel mit dem Reinigungsequipment in eine Tasche der Größe eines Kulturbeutels (das Stativ und die Kamera natürlich nicht mit einbezogen!).

Making Of „Aqua momentum“

Nach der Inspiration zur Hochgeschwindigkeits-Fotografie folgte die Idee Wassertropfen in ihrer Bewegung und ihre entsehenden Gebilde abzulichten, die ja nur für Bruchteilen von Sekunden existieren. Hiernach mussten wir die technische Umsetzung planen.

Unter anderem besorgten wir ein Steuergerät mit Lichtschranke aus den USA und begannen mit der Tropfgeschwindigkeit, Tropfengröße, Viskosität der Tropfflüssigkeit (Eingedickt mit Guarkernmehl), bzw. des Tropfbassins (z.B. Klarreiniger für Spülmaschinen) zu experimentieren. Die Hintergrundfarbe der Motive wird durch Filterfolien erzeugt, die auf die Soft-Box für den Blitz gelegt werden. Die Belichtung des Fotos wird durch den Blitz erzeugt, da die Verschlusszeit im Millisekunden Bereich liegt, was die handelsübliche, von uns verwendete DSLR Nikon D90 nicht zu leisten vermag, weshalb der Verschluß im „bulb“-Modus im dunklen Raum offen bleibt. Das „timing“ des fallenden Tropfens und die Auslösung der Blitze haben wir in das o.g. Steuergeät programmiert. Ein zweiter Blitz von der Seite mit einem snoot Aufsatz (engl. „Schnute“ für punktuelles Ausleuchten) sorgt für den Glanz auf den Tropfen, wie bei einem Spotlight.

Durch die Veränderung des Luftdrucks im Tropfengefäß und der Veränderung der Viskosität der Flüssigkeit im Bassin mit jedem einfallenden Tropfen verändern sich die entstehenden Skulpturen mit jedem einzelnen Mal und sind niemals reproduzierbar.

Snapshots